Sarah Waschke
Radical Cuteness
In ihren Arbeiten beschäftigt sich Sarah Waschke mit Queerness, Erotik und Intimität als dick_fette Femme. Sarah möchte das Medium der Handarbeit nicht als klischeehaft weiblich reproduzieren, sondern es als feministisches und aktivistisches Instrument zur Selbstbestimmung nutzen. Die Künstlerin zeigt ihre Sicht einer femininen Seite von queerem Sex und Erotik, in der fette Körper weich, lustvoll und sinnlich sind. Dabei geht es auch um einen selbstfürsorglichen Blick auf die eigenen Bedürfnisse und den eigenen Körper. In einer Gesellschaft, die queeren und dick_fetten Menschen immer wieder vorgibt, anders sein zu müssen, möchte die Künstlerin Softness als Stärke etablieren.
Neben Ausstellungen – etwa im Bonner Frauenmuseum, im HKW Berlin, im Stadtmuseum Neuwied, im queeren Zentrum Mannheim oder in Gruppenausstellungen queerer Künstler*innen im Raum Bonn – gibt sie feministische und empowernde Workshops. Diese finden im Rahmen von Festivals, bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen sowie in Museen wie der Bundeskunsthalle oder dem Kunstmuseum Wolfsburg statt.
Sarah Waschke ist 1991 geboren und lebt seit 2012 in Bonn. Sie studierte Kunstgeschichte an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 2015 arbeitet sie mit Textil als Medium, ebenso gestaltet sie Papiercollagen in Kombination mit Stickerei, erstellt feministische Zines und macht seit 2022 auch Stick&Poke Tattoos.