Queere Looks & Codes
Die Regenbogenflagge wurde 1978 von Gilbert Baker entworfen. Die Farben stehen für Vielfalt und die Idee, dass queere Identitäten viele Facetten haben. Anders als frühere Symbole ist der Regenbogen bewusst positiv und inklusiv. Jede Farbe hat eine Bedeutung:
Pink für Sexualität, Rot für das Leben, Orange für Heilung, Gelb für die Sonne, Grün für die Natur, Türkis für die Kunst, Blau für Harmonie und Lila für Spiritualität.
Die Progress Pride Flag ist eine Weiterentwicklung der klassischen Regenbogenflagge, die gezielt Gruppen sichtbar macht, die innerhalb der LGBTQ+ Community oft marginalisiert wurden. Entworfen wurde sie 2018 von Daniel Quasar. Neben den sechs Regenbogenfarben enthält sie ein seitliches, pfeilförmiges Dreieck (Chevron), das für Fortschritt und Bewegung steht. Außerdem fügt sie Farben hinzu: Hellblau, Rosa und Weiß für die Repräsentation der Trans Community, sowie Schwarz und Braun für queere People of Color und Menschen, die von HIV/Aids betroffen sind oder daran gestorben sind.
Eine aktualisierte Version der Progress Pride Flag durch Valentino Vecchietti beinhaltet außerdem die unter-repräsentierte Inter*-Flagge, die intergeschlechtliche Menschen repräsentiert. Der Kreis steht für Unversehrtheit und Ganzheit, also das Recht, den eigenen Körper nicht normieren zu müssen.
Leder wurde in den 1950er Jahren von schwulen Motorradfahrern und Veteranen geprägt. „Leather“ beschreibt nicht nur Kleidung, sondern auch Identität, Community und Subkultur, oft (aber nicht immer!) verbunden mit BDSM oder Fetischpraktiken.
Queere Codes
Lesbische Codes wurden historisch oft weniger dokumentiert. Viele dieser Codes waren bewusster subtil, da lesbische und bisexuelle Frauen oft zusätzlich patriarchaler Kontrolle ausgesetzt waren oder weniger öffentliche Räume hatten.
Pronomen (bspw. in Social Media Bios) oder spezifische Emojis wie das Regenbogen-Emoji können als moderne Codes interpretiert werden. Sie signalisieren Respekt gegenüber Geschlechtsidentität und helfen, sichere Räume zu schaffen.
Red Ribbon
Mehr Informationen und Kontext zum Red Ribbon hier:
Kuratiert und verfasst von Merle Triesch in Zusammenarbeit mit David Prölß